Martin Binder

© Martin Binder, 2013

VITA
1990 geboren in Göttingen
1996-2000 Grundschule, Einbeck
2000-2002 Paul-Gerhardt-Schule, Dassel
2006-2007 École Jean-Baptiste-Meilleur, Montréal, CA, Kanadischer High-School-Abschluss
2002-2009 Goethegymnasium, Einbeck, Allgemeine Hochschulreife
2009 Evangelische Jugend Einbeck, Leitung einer Kreativfreizeit für Jugendliche, Theater, Maskenbau, Malerei, Fotografie
2009-2010 Jugendkunstschule Northeim, Wandgestaltung der Kinderaugenklinik
2009-2012 Freie Universität Bozen, IT, Fakultät für Design und Künste, Produkt- und Grafikdesign, Abschluss mit Auszeichung
2010 Aiesec India, Baroda, IN, 2-monatiges entwicklungspolitisches Projekt
2011 Saint Petersburg State University of Technology and Design, RU, Fakultät für Mode, Fakultät für Grafik, Auslandssemester
2012/2013 Hugo Boss AG, Metzingen, 6-monatiges Praktikum im Patterndesign
2013 ION-Design, Berlin, 6-monatiges Praktikum im Industriedesign, Interiordesign, Packaging und Grafikdesign
2013 Beginn des Masterstudiengangs „Kunst im Kontext“ an der Universität der Künste (UdK) Berlin

ARTISTIC ACTIVITIES
2011 Very Hairy, Freie Universität Bozen, IT, Objekte aus Menschenhaarfilz gegen Vorurteile
2011 Stereometer, Freie Universität Bozen, IT, Installation zum Aufdecken von Stereotypen
2011 Fotoausstellung “Exoten”, Bozen, IT
2012 “Grauzone”, Freie Universität Bozen, IT, Foto- und Rauminstallation zu Vorurteilen

PROJECTS
Für mein Projekt „Very Hairy“ filzte ich Objekte aus Menschenhaar, mit dem Ziel, Stereotype ins Wanken zu bringen. Eine Burka aus Haar soll das Haar verdecken, ein Irokesenschnitt aus grauen Haaren überrascht und eine Krone aus blondem Haar wirft eine Macht- und Rassenfrage auf.
In meinem Projekt „Stereometer“ entwickelte ich Messgeräte zur Ermittlung des eigenen Stereotyps. Drei Körpermerkmale werden gemessen und als Resultat wird der Proband diskriminiert – das Ergebnis: Schock, Staunen, Reflektieren.
In meiner Arbeit „Grauzone“ geht es um subtile Vorurteile im öffentlichen Raum. Ich sägte z.B. die Beine der Parkbänke ab, um älteren Menschen das Sitzen zu erschweren, hängte Mülleimer so hoch, dass man noch Müll hinein, aber keine Flaschen mehr herausnehmen kann. Unausgesprochene Haltungen werden sichtbar. In der Broschüre dazu gebe ich „Ratschläge für ein besseres Zusammenleben“ (z.B. „Führen Sie die Anzugpflicht für Arbeitssuchende im Arbeitsamt ein.“).

PRESS
„Eine provokante Anleitung zur Diskriminierung liefert Martin Binder aus Deutschland. Er beschäftigt sich mit Vorurteilen.“ Quelle: Stol.it, Südtirol Online, 29.07.2012
„Martin Binder befasst sich mit der Vorurteilsbildung. Sein Resultat präsentiert er auf provokante Art und Weise in einem Büchlein.“ Quelle: Dolomiten, 31.07.2012
„È con l’oggetto che il designer stimola una provcazione.“ Quelle: Corriere dell’Alto Adige, 27.07.2012