Clea Stracke & Verena Seibt: ARTWARD artist-in-residence, 2012

© Clea Stracke & Verena Seibt

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Clea Stracke und Verena Seibt verstehen ihre künstlerische Arbeit als eine Arbeit an Orten: als eine Forschung, die an realen (städtischen, sozialen, architektonischen oder institutionellen) Räumen ansetzt und die verschütteten Wahrheiten dieser Räume zum Vorschein bringt. Dabei erkunden die Künstlerinnen die Bruchstellen der Wirklichkeit, die Punkte, an denen eine subtile Veränderung der Welt den Blick auf diese Welt schärft. 2012 absolvierten sie das ARTGRANT artist-in-residence in dem belgischen Ort Malèves.

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Die ersten Jahre der Professionalität: Stets gibt es einen Drall zur heiteren Ironie in den Arbeiten von Clea und Verena, schon zu Akademiezeiten. Von The show must go on (2006) bis Und das Schiff fährt (2009) kommentieren sie die Eitelkeit und Isolation von zeitgenössischer Kunst und deren Institutionen – und das mit unterhaltsamer Munterkeit, bei der ein bemerkenswerter Sinn für kniffliges Detail mit dem der großen Monumentalität gepaart ist. Es ist eine Herausforderung den zündenden Funken und den Enthusiasmus der Arbeiten, die während der Studienzeit entstanden sind, im künstlerischen Berufsleben fortzuführen, und es ist allemal interessant zu sehen, wie sich die künstlerische Arbeit entwickelt und verändert.

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Mit Clea und Verenas einvernehmlichem Ansatz zeichneten sich schnell die darauffolgenden Themengebiete ab: Die Fragen nach dem, wo wir sind und dem Warum werden immer bedeutender in der Kunstwelt des 21. Jahrhunderts. Was sich verändert hat ist die Position, nun nicht mehr innerhalb der netten Schulatmosphäre zu sein, sondern konfrontiert zu sein mit der Ungewissheit und dem Zufallsspiel des realen Lebens.
(Pavel Vančat, in: Clea Stracke & Verena Seibt, Present, Werkmonografie 2010, S. 143,144)
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