Carsten Goering


©Carsten Goering, 2015

HOMEPAGE
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VITA
* 1982 in Sömmerda

2015 Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Diplom bei Prof. Ingo Meller

2007 Universität Leipzig
Bachelor of Arts Theaterwissenschaft

EXHIBITIONS
2015
Die Menge / maerzgalerie (plus)*/ Leipzig
Staub / Galerie bipolar / Leipzig
Segment / Tapetenwerk – Halle C01 / Leipzig
Kunst auf Zeit / Steibs Hof / Leipzig

2014
00 / Muck / Leipzig
Leipzig & Mainz / Spinnerei – Werkschau / Leipzig

2013
Klassentreffen / Hochschule für Künste Bremen

2012
Natur 3d / Museum der bildenden Künste / Leipzig

2011
Dora / Pasinger Fabrik / München
Dora / Spinnerei – Halle 14 / Leipzig

2010
blickwechsel / TRI-TOWERS / Hamburg
Boden_Los / Conrad Elektronic Center / Leipzig
WEG / Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Aspik / Spinnerei – Werkschau / Leipzig

2009
Kunst am Markt / Installation/Intervention im öffentlichen Raum / Leipzig
Billboard / Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Westwerker und Gäste stellen aus / Westwerk / Leipzig

2008
Reisebericht 2 / Akademia Sztuk Pięknych im. Jana Matejki / Krakowie & Bauhaus-Universität Weimar
1998/XVI/9 / Intervention/Aktion im öffentlichen Raum/ Leipzig

Publikationen
2012 / Natur 3d – Zeitgenössische Kunst im Dialog mit historischen Museumsbeständen, Ausstellungskatalog, Hans-Werner Schmidt (Hg.), Leipzig und Berlin

2011 / Dora – Eine künstlerische Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, Ausstellungskatalog, Pasinger Fabrik GmbH (Hg.), München

2008 / Travelogue/Reisebericht, Ausstellungskatalog, Bauhaus-Universität Weimar (Hg.), Kraków und Weimar

Ich begreife Malerei als ein experimentelles Feld, wobei meine Intention dem Versuch unterliegt, elektronisch mediale Phänomene auf dieses klassische Medium zu übertragen. Der Ansatz meiner Arbeit beruht hierbei auf physikalisch unsichtbaren wie teilweise unvorhersehbaren Phänomenen, die innerhalb elektronischer Medien ‘sichtbar‘ bzw. erfahrbar werden, wie beispielsweise durch sogenannte Alias-Effekte. Ausgehend von diesen ‚Störungen‘ unterliegen meine Arbeiten quasi der Untersuchung, solche ‚ungewollten‘ Effekte in die Malerei zu übertragen bzw. innerhalb der Malerei nach ähnlichen Phänomenen zu suchen und auf dem Bildträger zu isolieren. Dabei bleibt das Sichtbare, die ‘Störung‘, die zum (Ab)Bild wird, rein Abstrakt und bedient sich keines Hinweises, wobei genau diese Tatsache dem Betrachter gegenübergestellt werden soll, um nicht nur physische sondern auch geistige ‚Bewegung‘ zu evozieren. Es geht mir dabei keinesfalls um eine Klärung, sondern neben persönlicher Empfindung und Erfahrung vorrangig um eine (neue) Sensibilisierung des Sehens. Diesen Aspekt ersehe ich insofern als wichtig, da ich meine Arbeiten innerhalb einer zeitgebundenen digitalen Bildbbeschleunigung bzw. Bilderflut als eine Art Entschleunigung erachte, die für mich als Insel in einem medialen Bilderchaos fungiert und trotzdem eine Form visuellen Rauschens beibehält. Daraus hat sich nach zahlreichen Experimenten ein Ausdruck entwickelt, der sich nicht nur auf die ureigenste Artikulationsformen der Malerei, auf Farbe, Farbauftrag und Fläche, beschränkt, sondern zudem die äusserlichen Gegebenheiten, wie Raum, Licht und Position des Betrachters, förmlich ‘analoge‘ Gegebenheiten, entscheidend mit einbezieht. So verändern sich in Abhängigkeit von Lichteinfall und Betrachtungswinkel visuell scheinbar monochrome Farbflächen zu einem Bewegungsspiel zwischen Farbe, Oberfläche und individueller Wahrnehmung, wobei zudem eine Art Lentikulareffekt kein ‚wirkliches‘ digitales Abbild zulässt.