Andreas Chwatal im Interview

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Andreas Chwatal ist ARTWARD Preisträger des vergangenen Jahres. Er hat den 8. ARTWARD artist-in-residence gewonnen. Zur Zeit ist er in Brüssel, um in Alain Servais Loft zu arbeiten. Wir haben ihn nach seinen Erfahrungen während der Residency gefragt. 


Du verbringst gerade 6 Wochen als artist in residence in Brüssel. Welche Erfahrungen hast du dort gemacht? Arbeitest du an einem bestimmten Projekt?
Erfahrungen, die man in einer vibrierenden Kunststadt macht. Film, fashion und Musiker gehören besonders dazu. Einen Dichter habe ich zwar bisher nicht getroffen, aber das ist nur Zufall. Gerade arbeite ich an einer Diashow. Ein entschleunigter Film aus Bild und Text, in dem Steinzeitmenschen die Regeln der Gesellschaft sprengen. Wir zeigen ihn im Rahmen „Kino der Kunst“ im März.
2014 warst du mit einem Stipendium in Paris, die Stadt ist in deinen Arbeiten sehr präsent. Wird es Brüssel ähnlich ergehen?
Ich bin kein Städtereisender, aber ich habe die nächsten Projekte hier vorbereitet. Brüssel ergeht es gerade eigentlich nicht gut, andererseits blüht die Kunst. Das wird eine Rolle spielen.
In vielen deinen Arbeiten herrscht eine nächtliche Stimmung – Brüssel: Tag oder Nacht? 
Nachts sehe ich besser. Ich stehe um 16 Uhr auf und frühstücke, dann gehe ich auf Eröffnungen oder ähnliches, anschließend trifft man sich und isst und dann wird bis morgens gearbeitet.
Was hat auf dich einen besonderen Eindruck hinterlasssen? Hast du eine Empfehlung für uns? 
Das Speisezimmer von Steve Jakobs, die Ausstellung „The Most Given of Givens“ von Eli Cortiñas und die unterirdische Rampe der Isabellastraat, die die Stadt stützt.

Interview: Annalena Roters